Kinderweihnachtsfest in München
mit Kinderoper und musikalischer Weihnachtsreise
Etwa 500 Gäste, davon über 150 Kinder, folgten der Einladung der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland München und des Projektes „Angekommen und Integriert in Bayern“ (Projektleiterin Olga Gusch) zum einmaligen Weihnachtsfest, das in den Räumen des Anton-Fingerle-Bildungszentrums stattfand und viele Überraschungen und kulturelle Höhepunkte bot. Kinder unterschiedlichen Alters, wunderschön verkleidet, mit ihren Eltern, Freunden, Omas und Opas eilten zur Weihnachtsfeier.
Gefördert wurde die Veranstaltung durch das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen über das Haus des Deutschen Ostens (München), weitere Unterstützung kam vom Projekt „Angekommen und integriert in Bayern“ und der Münchner Gesangsschule Arioso (Kostüme für Kinder). Zu den Ehrengästen gehörten unter anderen Adolf Fetsch, Bundesvorsitzender der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V., Waldemar Axt, Bundesreferent für Finanzen der Landsmannschaft, und Brigitte Steinert, stellv. Direktorin des Hauses des Deutschen Ostens. Das Grußwort sprach Adolf Fetsch, der den Kindern auch die Gutscheine überreichte. Thorsten Kanzler übernahm die Moderation.
Weiterlesen-LinkWillkommen auf der Homepage der Landesgruppe Bayern der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e. V.
Brauchtum April 2012
Ostern gehört zu den wichtigsten Festen in Deutschland und es ist das älteste Fest des Christentums. Noch heute heiß es bisweilen: „Eia, eia, Ostern ist da, fasten ist vorüber, das ist mir lieber, Eier und Wecken viel besser mir schmecken. Eia, eia, Ostern ist da!“ Früher, als das religiöse Fastengebot strengstens eingehalten wurde, musste zwischen Aschermittwoch und Ostersonntag auf alle Genüsse verzichtet werden. Da auch die Eierspeisen auf dem Index standen, durfte erst von Karfreitag an der in der Zwischenzeit angesammelte Eierberg „abgebacken“ werden. Jede Region kannte ihre eigenen Osterbrote und Gebäcksorten, um den Frühlingsbeginn und die Auferstehung Christi zu feiern. Nachfolgend eine Reise in die Ostergeschichte.
Brauchtum im Februar 2012
Fasching und Karneval: Die fünfte Jahreszeit in Deutschland
Mit Valentin beginnt auch die eigentliche Faschingszeit, die Karnevalsgesellschaften geben große Bälle, überall gibt es Künstler- und Maskenfeste. In manchen Gegenden Deutschlands wird sogar von einer 5. Jahreszeit gesprochen. Diese 5. Jahreszeit ist eine inoffizielle heiter gemeinte Bezeichnung für einen Zeitraum, in dem viele Deutsche gern feiern, fröhlich sind, tanzen, singen und auch trinken.
Noch heute wiederholen sich die Mummenschänze (Maskenfeste), mit denen sich unsere Vorfahren in vorchristlicher Zeit die Angst vor dem Nebel und den Sturmgestern, vor Kälte und Krankheit aus der Seele spielen konnten. Die Kirche hat immer versucht, diesen Heidenspuk zu überwinden oder zu verbieten. Das einzige, was gelang: dass der Aschermittwoch diesem Getriebe ein absolutes Ende setzte. Wenn auch heute niemand an Dämonen und Naturgötter glaubt: die Masken und das Winterspiel rühren die Menschen trotzdem an, so dass viele alte Bräuche weitergepflegt werden.
Von Italien aus dringt im 17. Jahrhundert das Wort Karneval nach Deutschland. Es wird heute international gebraucht, während Fastnacht/Fasching auf deutsches Sprachgebiet beschränkt blieb. Alle drei Wörter - Karneval (besonders in Köln gebräuchlich), Fasching (besonders in Bayern, Thüringen), Fastnacht (besonders in Mainz) - hängen inhaltlich irgendwie mit der Fastenzeit zusammen.
Was soll daran lustig sein, werden Sie fragen?
Ursprünglich wurde am letzten Tag (immer an einem Dienstag) vor Beginn der langen 40tägigen Fastenzeit bis Ostern fröhlich gefeiert. Die Menschen wollten noch einmal tüchtig essen (heute noch Pfannkuchen und Karnevalsbrezeln), lustig sein, recht ausgelassen tanzen. Später wurden daraus drei Tage (die sogenannten „drei tolle Tage“), dann sogar mehrere Tage und Wochen. In manchen Gegenden begannen damals und beginnen noch heute Karnevalsveranstaltungen bereits nach dem 6. Januar. Es gibt sogar Gemeinden, die die Faschings- oder Karnevalszeit bereits am 11. November des vorhergehenden Jahres eröffnen.
Die wichtigsten Tage dieser fröhlichen Wochen und Monate sind trotz der territorial unterschiedlich langen Zeitspanne der 5. Jahreszeit jedoch folgende.
Donnersteg (46. Tag vor Ostern): Weiberfastnacht, Eröffnung des Straßenkarnevals, Tanz, Beginn der Kostümierung. Freitag und Samstag: viele Veranstaltungen verschiedener Karnevalsvereine in Kostümen. Faschingssonntag: bereits viele Karnevalsumzüge, lokale Veranstaltungen, Tanz auf allen Sälen in Kostümen. Rosenmontag (zu „rasen“ – sich schnell bewegen, tollen): Höhepunkt der Veranstaltungen, in Köln zum Beispiel kilometerlanger Karnevalsumzug, viele Veranstaltungen mit bunten Programmen. Faschingsdienstag, der eigentliche Faschingstag: kein Feiertag, aber häufig in Schulen und Kindereinrichtungen nachmittags Faschingsveranstaltungen im Sinne von Kostümfesten. Aschermittwoch: Beginn der 40tägisgen Fastenzeit vor Ostern (in Abhängigkeit von der Konfession und der individuellen Akzeptanz).
Wie wird Karneval, Fasching oder Fastnacht gefeiert?
In fast allen deutschen Gebieten sind für diese Zeit viele alte Sitten und Bräuche erhalten geblieben. In der vorchristlichen Zeit gab es in diesen Wochen Vorfrühlings- und Fruchtbarkeitsfeste. Ab dem 12. Jahrhundert wurden diese fröhlichen Feiern durch die Kirche zu Festen vor der Fastenzeit umgewandelt.
Nachgewiesen ist, dass die Menschen bereits im 14. Jahrhundert Masken trugen und sich später (im Barockzeitalter) kostümierten. Selbst an Fürstenhöfen war das üblich. In den folgenden Jahren kamen immer mehr Feiern mit Tanz, Spielen, Umzügen und viel Musik hinzu. In neuerer Zeit gibt es in Oberbayern sogar den Ski- und Schlittenfasching.
Das Feuer ist ein Sonnensymbol des Faschings. Die Sonne überwindet den Nebel. Das Feuer, das den Fasching (die Winterpuppe aus Stroh) verbrennt, vernichtet mit diesen Sinnbildern den Todeszauber. Das Feuer flammt als Trost im Dunkeln, knattert als Schutz gegen böse Geister und leuchtet als Segen für künftige Fruchtbarkeit.
Besonders interessant sind die großen Karnevals-, Faschings- und Fastnachtumzüge am Faschingssonntag oder Rosenmontag in Köln am Rhein, in München in Bayern, in Mainz am Main, in Wasungen und Neustadt in Thüringen. Viele historische Figuren, oft auch Politiker der Gegenwart werden dargestellt. Dabei wird auf heiter-spöttische Weise an Missständen Kritik geübt. Diese Karnevalsumzüge besitzen deshalb häufig eine regelrechte „Ventilfunktion“ (bereits aus Mittelalter bekannt).
(nach „Festliche Höhepunkte im deutschen Jahreskreis“ von Christine und Fred Manthey)
Brauchtum
Valentinstag: der Tag der Verliebten und seine Geschichte
Am 14. Februar feiert die Welt das Fest des heiligen Valentin. Im Mittelalter war der Sankt Valentinstag ein Tag für große Gastmähler, ein Termin für die Seefahrtsmahlzeiten, auch für andere Festmahlzeiten von Gilden, Zünften und Bruderschaften. Heute ist er weltweit ein Tag der Liebe und der Freundschaft, an dem man Kollegen und anderen Leuten, die man gern hat, Blumen oder kleine Geschenke schickt.
Der Zahl aller Sprüche und Bräuche nach zu urteilen, die Sankt Valentin umranken, nahm dieser Tag bereits seit langer Zeit im Jahreszyklus eine bedeutende Stellung ein. Der erste Heilige diesen Namens war ein römischer Priester, der mit vorbildlichem Aufopferungsgeist die verfolgten Christen körperlich und seelisch stärkte, bis er selbst im Jahr 269 seine Hingabe mit dem Leben bezahlen musste. Valentin wurde zum Schutzheiligen der Krüppel und Fallsüchtigen bestimmt. Ein weiterer Valentin war Bischof von Terni; er wurde unter Claudius anno 273 zu Tode gemartert. Der dritte Bischof von Straßburg, Nachfolger von Sankt Maxim, hieß ebenfalls Valentin – wegen seines gewaltigen Beitrages zur Bekehrung des heidnischen Elsasses wurde auch er heilig gesprochen.
Andere führen den Valentinstag auf ein römisches Fruchtbarkeitsfest zurück, bei dem Paare ein Jahr lang verbandelt wurden. Schließlich wählen sich einer mittelalterlichen Volksmeinung nach sogar die Vögel an diesem Tag ihre Partner.
Wirkliche Tradition und hohe Bedeutung hat der Valentinstag in den USA sowie in Frankreich, Belgien und England. Hier gilt der Valentinstag seit alters her als Tag der jungen Verliebten. Da wählt jeder ein Mädchen, welches für das ganze Jahr seine „Valentine“ sein soll, und welcher er sich als „Valentin“ verdingt. Zu diesem Zweck werden am Vorabend Gesellschaftsspiele veranstaltet, in deren Verlauf die zukünftigen Pärchen durch Losverfahren ermittelt werden. Oft entschließen sich die jungen Männer aber auch, jenes Mädchen als ihre „Valentine“ zu erkennen, die ihnen am nächsten Morgen als erstes begegnet.
In den USA ist der Valentinstag ein willkommener Anlass, lieben Menschen Karten, Briefe oder kleine Geschenke zukommen zu lassen. Nach Deutschland kamen die Liebesgrüße im Februar vor fast 60 Jahren mit den US-Soldaten. Das Herz ist das Symbol des Tages, deshalb werden Sträuße in Herzform gebunden und Kuchen in Herzform gebacken – und natürlich besonders reich gefüllt und lieblich dekoriert.
Zusammenfassung: Nina Paulsen
Was ist die Landsmannschaft?

Karl Stumpp, damaliger stellvertretender Vorsitzender und Kulturwart, beschrieb das Ährenwappen mit folgenden Worten:
„Jedes Wappen hat einen Sinn, muß zum Leben der Gemeinschaft, für das es geschaffen ist, in innerer Beziehung stehen. Unser Volk war ein Bauernvolk. 95 % der Russlanddeutschen lebten 1914 auf dem Land und beschäftigten sich mit der Landwirtschaft. Es war klar, daß nur ein Symbol aus der Landwirtschaft in Frage kam. Wollte man mehrere Symbole berücksichtigen, so fände man kein Ende. Die Ähre versinnbildlicht alles, was mit der Landwirtschaft zusammenhängt. Gewiß, wir hatten auch eine Industrie. Aber was haben unsere Fabriken in erster Linie hergestellt? Es waren landwirtschaftliche Maschinen (Dreschmaschinen, Putzmühlen...) und Geräte (Pflüge, Gabeln, Rechen...).
Historischer Forschungsverein der Deutschen aus Russland
Gustav Mahler, österreichischer Komponist
Als die ersten Deutschen als Händler und geschätzte Handwerker nach Russland kamen, blieben sie deutsche Untertanen und mussten sich nicht vor dem russischen Zaren verbeugen.
Alleine deshalb hatten sie ihre mitgebrachte Kleidung zu tragen, um von den Einheimischen unterschieden werden zu können.
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Ziele
Die Landsmannschaft verfolgt ausschließlich gemeinnützige und mildtätige Zwecke, d.h. Ihre Arbeit ist nicht auf wirtschaftlichen Gewinn ausgerichtet. Etwaige Gewinne werden satzungsgemäß verwendet. Die Mitarbeiter der Landsmannschaft in den Bundes-, Landes und Ortsvorständen arbeiten grundsätzlich ehrenamtlich. Die Geldmittel der Landsmannschaft stammen fast ausschließlich aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden der Mitglieder.
