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„Mehr Austausch innerhalb der Landesgruppe“

  • Donnerstag, den 11. Februar 2010 um 13:27 Uhr

Landesausschuss Bayern tagte im HdH NürnbergLandesausschuss in Nürnberg

Am 30. Januar  2010 traf im „Haus der Heimat“ Nürnberg der Landesausschuss Bayern zusammen. Auf der Tagesordnung der Sitzung mit Vertretern des Landesvorstandes und mehrerer Ortsgruppen (darunter zwei neu gegründete), die eine Intensivierung der Zusammenarbeit der bayerischen Ortsverbände und der Vereinsarbeit zum Ziel hatte, standen Überlegungen und Diskussionen über die Aufgaben und Aktivitäten der Landesgruppe für das Jahr 2010. Auch wenn diesmal erneut nicht alle Ortsgruppen vertreten waren, kamen die Teilnehmer zur Übereinstimmung, dass regelmäßige Treffen dieser Art sinnvoll und notwendig sind. Schließlich sollen sie die interne Kommunikation ankurbeln und die Vereinsarbeit vor Ort effektiver machen. „Unser Ziel ist, dass die Ortsgruppen zusammenkommen und sich austauschen“, betonte der stellv. Landesvorsitzende Waldemar Eisenbraun.

Der Landesvorsitzende Eduard Neuberger berichtete über die Tätigkeit des Landesvorstandes Landesausschuss in Nürnbergim vergangenen Jahr, wobei insbesondere das Sommerfest in Augsburg, die Kulturtage in Schweinfurt und Regensburg, die Veranstaltungen rund um die landsmannschaftliche Wanderausstellung, die Broschüre „Wurzeln schlagen, Gesellschaft stärken – Deutsche aus Russland in Bayern“ sowie das landesweite Projekt „Angekommen und integriert in Bayern“ hervorgehoben wurden. Er ermahnte die Versammelten, sich intensiver in den Integrationsgremien und BdV-Verbänden vor Ort zu engagieren. Inzwischen ist es dem Landesverband gelungen, eine informative Internetpräsenz (www.ldr-bayern.de) zu verwirklichen, die immer mehr ausgebaut wird. Für das Jahr 2010 sollen unter anderem landesweite Multiplikatorenschulungen, das Landestreffen am 19. Juni und die Wallfahrt nach Altötting am 2. Julisamstag im Mittelpunkt stehen.

Die Projektleiterin Olga Knaub stellte anhand einer PowerPoint-Präsentation ihr Projekt „Angekommen und integriert in Bayern“ vor, das sie zusammen mit Olga Gusch leitet. Das landesweite Projekt hat im September 2009 für drei Jahre gestartet und soll das bürgerschaftliche Engagements der Zuwanderer aus den Nachfolgestaaten der Sowjetunion durch die Einbindung ihrer Aktivitäten in das Landesnetzwerk in Bayern stärken. „Dort, wo sich die Zuwanderer aktiv am gesellschaftlichen Leben beteiligen, können die Hürden schneller überwunden und Integration leichter gemacht werden“, sagte Knaub. Das Projekt wird vom Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen und dem Bundesministerium des Innern über BAMF gefördert und wird regional im Norden und im Süden Bayerns umgesetzt.

Die Projektangebote werden in Kooperation mit bestehenden Strukturen und Netzwerken verwirklicht. Wichtig ist die Schaffung von Berührungspunkten und eine gegenseitige Öffnung durch die Annäherung an die einheimischen Nachbarn sowie der Ausbau von Kooperationen mit regionalen und kommunalen Integrationsnetzwerken. „Allein schafft man das nie, nur zusammen“, hob die Projektleiterin hervor. Zu den Projektaktivitäten gehören unter anderem die Organisation und Durchführung von bedarfsorientierten Weiterbildungs- und Qualifizierungsangeboten wie Seminare, Workshops oder Trainingsmaßnahmen mit Schwerpunkten Netzwerkarbeit, Kooperation, Zeitmanagement und Arbeitsplanung.

In der anschließenden Diskussion wurde auch die Frage der Präsenz der Landesgruppe in der Öffentlichkeit aufgegriffen, darunter die Symbole der Landsmannschaft wie Fahne oder Tracht. Es wurde in Aussicht gestellt, dass sich der Landesvorstand um eine Fahne für öffentliche Auftritte bei größeren Veranstaltungen kümmert. Als Beispiel wurde die Fahne der Ortsgruppe Nürnberg/Fürth, vor einigen Jahren angefertigt, demonstriert. Damit präsentiert sich die Ortsgruppe Nürnberg bei Festivitäten der Landsmannschaft, des BdV oder den traditionellen Aussiedlerkulturtagen in Nürnberg.

Auch in diesem Jahr sind landesweite Multiplikatorenschulungen im April, Juli und Oktober sowie eine Kulturtagung im September geplant. Juri Heiser forderte auf, dass „bei den Schulungen mehr Erfahrungsaustausch und Qualifizierung in verschiedenen Bereichen der Vereinsarbeit stattfindet. Die Landsmannschaft könnte ihre Erfahrungen anderen Vereinen und Ehrenamtlichen, die mit der Integration der Zuwanderer zu tun haben, anbieten.“ Auch bei der Kulturtagung sollte man vor allem die Gelegenheit nutzen, sich der Öffentlichkeit zu präsentieren – so der allgemeine Wunsch.

Nach positiven Erfahrungen von 2008 hat sich die Ortsgruppe Augsburg auch in diesem Jahr bereit erklärt, das Landestreffen am 19.-20. Juni auszutragen. Über die angelaufenen Vorbereitungen berichteten der Vorsitzende der Landsmannschaft in Augsburg, Juri Heiser, und Karl Kromer vom Förderverein der Landsmannschaft in Augsburg. Das Landestreffen auf dem Plärrergelände soll am ersten Tag vom Landesverband mit einer Feierstunde und einem kulturellen Rahmenprogramm gestaltet werden. Der zweite Tag gehört viel mehr den jugendliche Kulturgruppen. Ein Flyer, eine Broschüre und Presseartikel sollen für das Landestreffen werben. Von den Ortsgruppen werden Vorschläge über die Beteiligung erwartet. Von den Teilnehmern kam die Idee, mit dem Projekt „Integration durch Sport“ zu kooperieren.

Zum Schluss äußerten die Beteiligten den Wunsch, in Zukunft mehr Möglichkeiten für einen Austausch und Kommunikation bei ähnlichen Sitzungen zu schaffen. Was voraussetzt, dass die Vertreter der Ortsgruppen bereits im Vorfeld darauf hinarbeiten, betonte Dorothee Walter (Ortsgruppe Nürnberg). Auch sollten die Organisatoren dafür sorgen, dass die Teilnehmer von jeder Schulung oder ähnlicher Veranstaltung greifbare Ergebnisse für ihre Vereinsarbeit.in Form von schriftlichen Unterlagen oder Tipps mit nach Hause nehmen. Nur ein intensiver Austausch innerhalb der Landesgruppe, ein Erfahrungs- und Gedankenaustausch unter den Teilnehmern kann die Vereinsarbeit „effektiver und ergebnisorientierter“ machen, so das Fazit des Landesausschusses.

Verfasst von Nina Paulsen, Redakteurin

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