Die Symphonie der Bewegung
„Die Symphonie der Bewegung“ - „Crazy Dancers“ feierten ihren 10. Geburtstag
Vier Tanzgruppen vereinen sich unter dem Namen „Crazy Dancers“, die 2001 von der Tanzleiterin Anna Hergert (34) gegründet wurden und im TSV Brendlorenzen trainieren. Im Bezirk Unterfranken ist das quirlige Tanzensemble eine feste Größe. Auftritte bei Schul- und Gemeindefesten, Fasching, Kulturabenden, Showtanzturnieren der Juniorgarden oder Sportveranstaltungen haben die Gruppen bayern-, deutschland- und europaweit bekannt gemacht. Jahrelang begleiten „Crazy Dancers“ die landsmannschaftliche Ausstellung „Volk auf dem Weg. Geschichte und Gegenwart der Deutschen aus Russland“ auf ihren Stationen in Bauern und bundesweit und treten bei Bundestreffen der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland auf. Die Teilnahme am Wettbewerb „Jugend engagiert sich“ im Rahmen der Aktion „Wir für uns“ 2001, die Präsentation der Länder Spanien und Russland zur Fußballweltmeisterschaft in Würzburg 2006, die Teilnahme an der Aktion ,,3 Tage Zeit für Helden“ des Bayerischen Jugendrings 2007, das Jugend-Festival 2007 in Kaliningrad/Russland, das Landestreffen der Deutschen aus Russland in Augsburg 2008, das Treffen mit Vertretern der Städtepartnerschaft in Falaise/Frankreich 2009 oder das Treffen mit Vertretern der Städtepartnerschaft in Nove Mesto na Morave/Tschechien 2010 sind weitere Highlights der vergangenen Jahre. Am 2. April präsentierten sich „Crazy Dancers“ in der Stadthalle Bad Neustadt mit der fulminanten Jubiläumsshow „Die Symphonie der Bewegung“, die mit graziler Choreografie und einem Feuerwerk aus Farben und Rhythmen die Zuschauer auf eine Reise durch die Welt des Tanzes entführte.
Begeisternde Jubiläumsshow der „Crazy Dancers“ in Bad Neustadt/Saale
Die „Crazy Dancers“, eine seit 2001 bestehende Tanzgruppe meist russlanddeutscher Kinder, Jugendlicher und junger Erwachsener, haben Geschichte geschrieben: Noch nie waren in der Stadthalle von Bad Neustadt so viele Besucher, nämlich mehr als fünfhundert, und noch nie haben so viele in Bad Neustadt eine solche Bühnenshow erlebt. Die aus sechzig Personen bestehende Gruppe zeigte aus ihrem reichhaltigen Repertoire Mambo, Kick Step, Tango, Jive, Orientalisches, Walzer, Swing sowie moderne eigene Kompositionen. An diesem Abend sprang der Funke rasch auf das Publikum über, das auf die Darbietungen mit frenetischem Applaus reagierte.
Bei der Show passte an diesem Tag alles, denn die Tänzerinnen und Tänzer brillierten mit ihrem Können, ihrer Ausstrahlung, ihrem Charme und ihrem Temperament. Die Liebe zum Tanzen war bei allen auf der Bühne deutlich spürbar. Das Niveau der Darbietungen war sehr hoch, Choreographie, Tanz und Zusammenspiel der Beteiligten waren nahezu perfekt aufeinander abgestimmt und riefen Bewunderung hervor; und dies umso mehr, als es sich bei den „Crazy Dancers“ nicht um Profis handelt, sondern um Personen, die ihrem Hobby mit großem Enthusiasmus nachgehen. Als Kinder- und Jugendtanzgruppe des TSV Brendlorenzen sind sie auch Mitglied bei der djo – Deutsche Jugend in Europa, Landesverband Bayern e.V. und auch durch Auftritte bei Veranstaltungen der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V. über die Grenzen Bayerns bekannt.
Der Erfolg der Gruppe ist nur möglich, weil viele Personen an einem Strang ziehen: die Mitglieder der Gruppe, die Eltern und die Verwandten. Aber ohne Anna Hergert, Gruppenleiterin und Choreografin, wären hohes Niveau, Spaß am Tanzen und die hohe Identifikation mit der Gruppe und der Arbeit, nicht denkbar. In einer größeren Gruppe auf der Bühne aufgrund ihrer idealen Tanzfigur und Jugendlichkeit kaum zu identifizieren, präsentierte Anna Hergert ihr eigenes Können gemeinsam mit den Jugendlichen – ein Höhepunkt.
Sie ist auch für die Kostüme verantwortlich, die auf die Tänze abgestimmt sind, von ihr selbst bearbeitet werden und auch an dem Nachmittag in Bad Neustadt perfekt passten. Neben einigen örtlichen Stellen und Unternehmen sowie der djo- Unterfranken und dem TSV Brendlorenzen ist Olga Knaub, Koordinatorin im Projekt „Angekommen und Integriert in Bayern“ der LMDR e.V., aus der zehnjährigen Erfolgsgeschichte der Gruppe nicht wegzudenken. Sie hat die Entwicklung begleitet, steht mit Rat und Tat zur Seite und unterstützt die Gruppe, wo sie kann.
Aber die Jugendlichen selbst hatten an der begeisternden Jubiläumsshow ihren Anteil. So wurden Einladung und Programm gemäß dem Motto „Die Symphonie der Bewegung“ von ihnen auf ansprechende Weise entworfen. Moderation und Musik waren nicht nur passend gewählt, sondern schufen gleich Kontakte zum Publikum, darunter Bruno Altrichter, 1. Bürgermeister der Stadt Bad Neustadt, Thomas Habermann, Landrat von Rhön-Grabfeld und der Vorstand des TSV Brendlorenzen. Aus dem benachbarten Landkreis Bad Kissingen waren Kooperationspartner bei der Show dabei, darunter Kreisjugendamtsleiter Siegbert Goll, Kreisjugendpfleger Martin Pfeuffer und die Vorsitzende der Kreisgruppe Rhön Grabfeld und Bad Kissingen der LMDR e.V. in Bayern, Valentina Weissenberger.
Allen Besuchern der Show war klar: Hier ist ein großer Werbefaktor aktiv, und das in mehrfacher Hinsicht. Landkreis oder Bezirk sind stolz auf die Gruppe. Hinzu kommt, dass die „Crazy Dancers“ für junge Menschen allgemein werben und damit gegen bekannte Klischees wirken. Aus russlanddeutscher Sicht verdient die Gruppe ganz besondere Wertschätzung, denn sie zeigt mit großer Selbstverständlichkeit und Selbstbewusstsein Können, Engagement und Charme. Davon konnten sich auch die anwesenden Gäste aus der französischen Partnerstadt Falaise überzeugen.
Trotz der beeindruckenden Jubiläumsshow und des herausragenden Standards benötigt die Gruppe weiterhin Unterstützung. Mit zusätzlichen Mitteln vor allem für die Gruppenleitung könnten die Interessen von Kindern und Jugendlichen noch gezielter gefördert werden. Der Wunsch der Jugendlichen, es zum zwanzigjährigen Jubiläum richtig „krachen“ zu lassen, zeigt, dass sie dabei bleiben möchten. Nicht nur das Publikum in Bad Neustadt dürfte dies freuen.
Peter Hilkes
Symphonie der Begeisterung -
Brechend volle Stadthalle feiert mit den „Crazy Dancers“
Mit ihrer Jubiläumsshow „Symphonie der Bewegung“ brennt die Tanzgruppe „Crazy Dancers“ auf der Bühne der Stadthalle ein wahres Feuerwerk ab. Die Stadthalle selbst ist hoffnungsvoll überfüllt: Die Besucher müssen zusammenrücken, drängen sich selbst auf Stehplätzen, brechend voll auch die Tribüne. Es müssen um die 800 Menschen sein, die der grandiosen Show zujubeln. Heiße, fetzige Musik zum Auftakt. Per Großleinwand stellt sich die Gruppe vor, erlaubt so einen Rückblick auf die zehnjährige Geschichte der „Crazy Dancers“. Gegründet wurde die Gruppe im Rahmen eines Integrationsprojektes der Bad Neustädter Caritas. Über den Tanz sollten Spätaussiedler und Einheimische zusammenkommen. Das ist offenbar blendend gelungen, denn es ist deutlich sichtbar zusammengewachsen, was zusammengehört…
„Wir haben viel voneinander gelernt“, erklärt Hergert von der Bühne herunter. „Und ich hatte das Glück, von Anbeginn dabei zu sein“. Schon vor der offiziellen Gründung der „Crazy Dancers“ entstanden erste Begegnungen und Tänze. Zusammen geprobt, getanzt und gelacht wird in der überaus agilen Truppe schon seit 1998. Hergert dankt mit herzlichen Worten allen, die sich hier engagieren und das ausmachen, was der Tanzgruppe bereits auf europäischer Ebene einen guten Ruf beschert hat…
Bürgermeister Bruno Altrichter staunt über die proppenvolle Stadthalle, die er so noch nie erlebt habe. Er dankt der Tanzgruppe, dass diese den Namen der Kreisstadt mit ihrem Leuchtturmprojekt weit hinaus in die Welt trage. „Tanzen ist ein Ausdruck von Lebensfreude“ konstatieret Landrat Thomas Habermann. Er begrüßt auch gleich die angereisten Ballettfans aus der französischen Partnerstadt Falaise. Diese bleiben heute aber staunende Zuschauer. Ein Abgeordneter vom Landesverband „Deutsche Jugend in Europa“, Dachverband des Integrationsprojektes, staunt: „So eine tolle Gruppe sucht weit und breit ihresgleichen.“ Immer wieder werden die Namen Anna Hergert und Olga Knaub genannt. Dem immensen Engagement der Projektleiterin „Angekommen und integriert in Bayern“ Bayern-Nord der hat die Gruppe sehr viel zu verdanken. Integriert sind die Tänzer im TSV Brendlorenzen. Er ist nicht nur der größte Sportverein in der Region, er gilt auch als „Verein mit Herz“. Für seine vorbildliche Jugendarbeit“ gibt es an diesem Abend eine Urkunde vom Dachverband des Freistaates…
Aus der Zeitung „Rhön- und Saalepost“ (von Gerlinde Partl)
Überwältigende Geburtstags-Show -
„Crazy Dancers“ boten zu ihrem zehnjährigen Bestehen eine grandiose Leistung
Fantastisch, was die „Crazy Dancers“ da auf die Beine gesteilt haben! Von dieser Super-Show zu ihrem 10. Geburtstag wird man in Bad Neustadt noch lange schwärmen, denn die phänomenale Leistung hinterließ
einen tiefen Eindruck. Die Tanz-Leidenschaft der Akteure steckte jeden an und nahm den Zuschauern förmlich den Atem… Vom ersten Augenblick an waren die Darbietungen ein Hochgenuss. Was gab es da nicht alles zu
schauen temperamentvolle Spanierinnen im typisch roten Flamenco-Kleid, orientalische Farbenpracht, die Eleganz des Wiener Opernballs, stilechte Girls von James Bond, Piraten, Cowboys. Jedes einzelne Thema war in ein wunderschönes Kostüm gehüllt, die tänzerische Klasse grenzte mit Hebefiguren, Überschlägen und Breakdance-Elementen häufig an Akrobatik. Geschmeidig und durchtrainiert, erfüllt von Rhythmus und Musikalitat bewegten sich die 60 jungen Menschen im Alter zwischen vier und 26 Jahren mit sagenhafter Ausstrahlung…
Aus „Main-Post“ (von Karin Nerche-Wolf).
Vorbild der gelungenen Integration – Ehrenamt im Aussiedlerbereich
Seit Jahren sind „Crazy Dancers“-Tanzgruppen, die überwiegend aus der ehemaligen Sowjetunion zugewanderten Jugendlichen und jungen Erwachsenen bestehen, ein Begriff für Mitglieder der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland und zahlreiche Gäste der landsmannschaftlichen Veranstaltungen bundesweit, von Begleitmaßnahmen der Ausstellung „Volk auf dem Weg“ über Landestreffen in Bayern bis zu Bundestreffen an verschiedenen Standorten Deutschlands. Doch vor allem in der Region Unterfranken, wo die Tänzer in den Landkreisen Bad Kissingen und Röhn-Grabfeld zu Hause sind, haben sie das kulturelle Leben durch die mitgebrachte und gegenwärtige Kultur bereichert und aufgemischt.
Und so gehörten zu den Organisatoren der Jubiläumsshow „Die Symphonie der Bewegung“ am 2. April in der Stadthalle Bad Neustadt neben „Crazy Dancers“-Jugendlichen mit Anna Hergert auch die Kreisgruppe Rhön-Grabfeld und Bad Kissingen der Landsmannschaft sowie Ehrenamtliche des Projekts „Angekommen und integriert in Bayern“ der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland. Das Projekt mit Olga Knaub engagierte sich bei der Jubiläumsveranstaltung auch als Kooperationspartner gemeinsam mit der Stadt Bad Neustadt, der djo - Deutsche Jugend in Europa, Landesverband Bayern e.V. und dem TSV Brendlorenzen, die die Tanzgruppen seit Jahren begleiten.
Mit dem umfassenden Programm, das moderne Showtänze, klassische, internationale, Latino- Folklore- und Standard-Tänze sowie speziell Kinderchoreographien umfasste, präsentierten „Crazy Dancers“ nicht nur eine einzigartige tänzerische Klasse, sondern auch die ganze Entwicklung und Vielfalt des Tanzensembles. Als Überraschung legten sogar die Eltern von Kindern und Jugendlichen einen flotten Tanz aufs Parkett.
Das ausgesprochen hohe Niveau der „Crazy Dancers“ ist Anna Hergert zu verdanken, die diesmal zum ersten Mal nicht nur als Trainerin präsent war, sondern ihr Können auch selber auf der Bühne zeigte – in einem Argentinischen Tango. Seit 1997 lebt die zweifache Mutter in Deutschland und prägt den Geist der „Crazy Dancers“. In ihrer alten Heimat Kasachstan hatte Anna Choreographie studiert, beherrscht Tanz und Ausdruck in Perfektion und begeistert Jugendliche für das Tanzen. Mit dem Spruch „Ohne Fleiß kein Preis“, aber auch „der Spaß darf nicht auf der Strecke bleiben“ motivierte sie von Anfang an ihre Schützlinge. Auch bei den bunten, sehr aufwändigen Kostümen, die neben Eleganz und tänzerischen Grazie für den zusätzlichen optischen Hingucker sorgen, legt Anna Hergert immer wieder Hand an.
Über das anfängliche Ziel, Kinder und Jugendliche für eine andere Art von Freizeitgestaltung zu begeistern, die Sprachkenntnisse zu vertiefen, aber auch Vorurteile abzubauen, Alt und Jung zusammenbringen und ein gutes Beispiel für gelungene Integration zu sein, sind die „Grazy Dancers“ längst hinaus. Nach zehn Jahren ehrenamtliches Engagement sind sie eine feste Größe der Kulturlandschaft in Unterfranken und ein nachahmenswertes Vorbild bei der Jugendarbeit im Aussiedlerbereich.
VadW
Mehr dazu unter www.djo-bayern.de (djo Unterfranken)
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